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Besonders erwähnenswerte Auftritte des Chores nach der Gründungszeit waren das Jubiläum des Pfarrers Pretscher 1927 und die Primiz von Pfarrer Gustav Pfeuffer anno 1930. Zusammen mit Orgel und der Musikkapelle Volpert wurde die lateinische Messe „Missa in honorem B. M. V. de Loreto" von V. Goller opus 25 aufgeführt.
Damals war es noch üblich, dass die Kirchenchöre sich zu Wettsingen trafen. Der hiesige beteiligte sich daran in Hammelburg, Untererthal, Machtilshausen und in Steinach.
Es fällt auf, dass nur Mädchen im Chor mitwirkten. Dem Geist der Zeit entsprechend, durften nur Unverheiratete sich am Kirchenchorgesang beteiligen. Trotzdem hatte der Chor genügend weibliche Stimmen. Heute singen meistens Frauen mit.
Wenn ein weibliches Chormitglied heiratete, sorgte dieses für Ersatz. Früher war dies nicht schwer, denn man freute sich, mitwirken zu dürfen.
Mit der Machtübernahme Adolf Hitlers begann auch für den Kirchenchor eine düstere Epoche. Hauptlehrer Schaller wurde von der Partei gedrängt, die Chorleitung niederzulegen. Von 1935 bis 1939 trat der Chor nicht mehr auf.
Nachdem Georg Schaller auch das Orgelspiel in der Kirche nicht mehr erlaubt wurde, schickte das Mutterhaus der Erlöserschwestern, welche hier zum Segen des ganzen Dorfes wirkten, eine Organistin. Schwester Lidwina Fuchs rief sofort den Chor wieder zusammen. Man schrieb das Jahr 1939. Der Krieg war ausgebrochen, und die Männer mußten ins Feld ziehen. Deshalb bildete sich ein Mädchenchor, der nichtsdestoweniger mit gleichem Engagement probte und sang.
Im Jahr 1946 wurde Schwester Lidwina Fuchs versetzt. Dafür entsandte das Mutterhaus Schwester Adelhold.
Schwester Adelhold begann wieder mit dem Aufbau des gemischten Chores. Die vom Krieg heimgekehrten Sänger waren sofort wieder mit Freude dabei. Damit auch Lieder und Messen mit Orgelbesetzung gesungen werden konnten, wurde Frl. Ehrentraud Pfeuffer als Dirigentin eingeschult.
Im Jahre 1953 übernahm Lehrer Walter Schaller den Dirigentenposten. Nachdem er auch den Männerchor leitete und nicht immer zur Verfügung stand, wurde der junge Lehrer Eugen Lippert, der seit Frühjahr 1954 mitsang, mit dem Dirigentenamt beauftragt.
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