KATHOLISCHE ARBEITER BEWEGUNG
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Katholische Arbeiter Bewegung KAB

Stand: 1987

 

Der 14. 3. 1909 war die Geburtsstunde des Kath. Arbeitervereins Fuchsstadt. Durch die Initiative des Pfarrverwesers Stadler (auch 1. Präses) wurde eine Versammlung im Gasthaus Stockmann abgehalten, wo der Arbeitersekretär Stritzinger aus Würzburg erschienen war. Er sprach über Unfall- und Invalidenversicherung. Pfarrverweser Stadler sprach über Zweck und Aufgabe des Kath. Arbeitervereins. Da die Worte großen Eindruck auf die Versammlung machten, traten auch gleich 102 Mitglieder bei. Am 19. 3. 1909 wurde gleich die 1. Vorstandschaft gewählt: 1. Vorstand Erhard Wolf, Kassier Ambros Wahler, Schriftführer Urban Wahler.

Am 12. 4. 1909 wurde die Stockmannsche Wirtschaft zur Vereinswirtschaft auserkoren, da sie auch am besten zur Theatervorstellung geeignet war. Die Mitglieder wurden aufgefordert, 2 Mark für die Beschaffung einer Vereinsfahne zu geben. Am 10. 1. 1910 wurde ein Theaterabend durchgeführt, der Geld in die Vereinskasse brachte. Am 3. 7. 1910 Fahnenweihe im Garten der Stockmannschen Wirtschaft an der Hammelburger Straße.

Am 25. 1. 1914 Austritt aus dem Diözesanverband. Der Verein gründete für sich eine eigene Sterbekasse.

Bei der Adventsfeier am 14. Dezember1986 verlieh Pfarrer Heinrich Mitka den Gründungsmitgliedern eine Urkunde für treue Mitarbeit in der Katholischen Arbeiterbewegung sowie die silberne Ehrennadel.

 

Der Ausbruch des unheilvollen Weltkrieges am 2. 8. 1914 rief alle wehr- und waffenfähigen Jünglinge und Männer für die Verteidigung des deutschen Vaterlandes auf. Auch die Vereinsmitglieder folgten dem Rufe und erfüllten getreu ihre Pflicht. Die Vereinstätigkeit litt unter den kriegerischen Ereignissen und ruhte zuletzt ganz. Erst am 16. 2. 1919 eröffnete Vorstand Wolf die 1. Versammlung nach dem Krieg.

Am 13. 2. 1921 wurde eine neue Vorstandschaft:

1. Vorstand Johann Zwiefel, Kassier Johann Röll, Schriftführer Hans Volpert.

 

Bei der Josefsfeier am 20.03.1924 wurde der neue Pfarrer Josef Wiesen neuer Präses.

 

Am 3. 9.1932 Zusammenschluss des Kath. Arbeitervereins mit dem Kath. Burschenvereins zum "Kath. Arbeiter- und Burschenverein".

 

Im Sommer 1933 wurde die Vereinsfahne von Nazianhängern verbrannt. Pfarrer Wiesen konnte nach langjährigen Bemühungen deren Neubeschaffung erreichen, da die Fahne in das Eigentum der Kirche übergegangen war. Am 26. 7. 1936 weihte der Würzburger Bischof Matthias Ehrenfried die neue Fahne zusammen mit dem Benefizium und die Kohlenbergkapelle.

 

Renovierung der Kohlenbergkapelle im Jahre 1980

 

Am 6. 5. 1961 fand die erste Versammlung zwecks Neugründung statt. Werkvolksekretär Franz von Prümmer, Schweinfurt, erläuterte die Ziele und Aufgaben des Kath. Werkvolkes. Initiator war Pfarrer Franz Schober. 22 der anwesenden Männer erklärten sich bereit beizutreten.

1. 7.1961 Vorstandswahl: 1. Vors. Otto Halbig, 2. Vors. Felix Bohn, Schriftführer Erwin Wahler, Kassier Lothar Pfülb.

 

12. 2. 1967 Vorstandswahl: 1. Vors. Felix Bohn, z. Vors. Josef Hugo, Schriftführer Erwin Wahler, Kassier Lothar Pfülb

 

 23. 3. 1975 Vorstandswahl: 1. Vors. Otto Halbig, z. Vors. Hugo Scheller, Schriftführer Erwin Wahler, Kassier Lothar Pfülb, Frauenleiterin. Sophie Bister.

 

16. 4. 1978 Vorstandswahl: 1. Vors. Erwin Wahler, z. Vors. Erwin Volpert, Schriftführer Heinz Ellermann, Kassier Lothar Pfülb, Frauenleiterin Sophie Bister.

1. 4. 1979 Übernahme der Patenschaft für die Kohlenbergkapelle und die Kreuzwegstationen.

14.3.1980 Renovierung der Kohlenbergkapelle (Ausbesserung des Daches sowie völlige Erneuerung des Vordaches sowie Reinigung der Kreuzwegstationen).

8. 4. 1984 Vorstandswahl: 1. Vors. Erwin Wahler, z. Vors. Karl Volpert, Schriftführer Heinz Ellermann, Kassier Lothar Pfülb, Frauenleiterin Martha Heid.

Der von Mitgliedern der KAB geschaffene Raum im Obergeschoss des Jugendheimes in den 60er Jahren wurde 1984 auf die doppelte Größe erweitert und am 14. 10.1984 eingeweiht. Über 700 Arbeitsstunden wurden von Mitgliedern geleistet. Der heutige Raum, auch Pfarrsaal genannt, wurde im Jahr 1986 an die Zentralheizung des Pfarrhauses angeschlossen. Er steht allen örtlichen Vereinen zur Benutzung zur Verfügung.

Am 14. 12. 1986 fand die Jubiläumsfeier zur 25jährigen Neugründung des Vereins statt.

Anton Gunderlach bei der Reinigung der Kreuzwegstationen

 

Die KAB stellt sich folgende Aufgaben:
Sie will im gemeinsamen und persönlichen Dienst mitwirken, daß christliche Lebenshaltung in der Arbeitnehmerschaft lebendig werden kann.

Sie will durch ihre Bildungsarbeit die Arbeitnehmerschaft für ihre Aufgaben in Kirche, Staat und Gesellschaft befähigen.

Sie will Anregungen zu gegenseitiger Hilfe und gemeinsamer Aktion aus christlicher Verantwortung geben.

Sie will aus der Sicht der Arbeitnehmerschaft an der Entwicklung der Gesellschaft im nationalen und internationalen Bereich mitwirken.

Sie will als eigenständige Bewegung, auf der Grundlage der katholischen Soziallehre, die Gesellschaft aktiv mitgestalten.

Sie will die Interessen der Arbeitnehmer in Kirche und Öffentlichkeit vertreten.

 

Eine Aktualisierung/Ergänzung von Seiten der Vereine ist erwünscht.

Quelle: Fuchsstadt im Wandel der Zeit 1987