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| Freiwillige Feuerwehr
Fuchsstadt |
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Stand: 1987
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Am 12. März 1871 wurde die Freiwillige Feuerwehr Fuchsstadt gegründet. Der erste Kommandant Johannes Lell, damals Feuerwehrhauptmann genannt, konnte 38 Männer zum Dienst in der Feuerwehr verpflichten.
Die Gemeinde beschaffte als Erstausrüstung 16 Ledergurte, 30 Uniformgurte, 13 Beile und 6 Laternen. Die Uniformjacken musste sich jedes Mitglied auf eigene Rechnung selbst beschaffen. In den nächsten Jahren wurden eine Druckspritze und weitere Ausrüstungsgegenstände beschafft.
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Freiwillige Feuerwehr 1881 |
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Zehn Jahre nach der Gründung mussten sich die Männer das erstemal bewähren. Es brach in der Scheune des Nikolaus Pfülb ein Brand aus, welchem innerhalb von eineinhalb Stunden 13 Scheunen und 3 Wohnhäuser zum Opfer fielen.
890 brannte die Scheune des Georg Zwiefel nieder. Eine größere Brandkatastrophe ereignete sich 1907. Ausgehend vom Anwesen Pfülb Fabian, wurden einige Scheunen und andere Gebäude durch das Feuer zerstört.
Dass sich die Feuerwehr schon in der damaligen Zeit nicht nur dem Feuerschutz verpflichtet fühlte, sondern
sich auch als Einrichtung zum Gesamtwohl der Bevölkerung gesehen hat, zeigt, dass eine kleine Stiftendreschmaschine zum Getreidedreschen angeschafft wurde. Sie wurde von Hand betrieben und konnte von den Bauern gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden.
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Adam Stockmann
Kommandant von 1892 - 1918
Adam Stockmann war 26 Jahre Kommandant der Feuerwehr
Fuchsstadt. Er war sehr beliebt und nur sein fortgeschrittenes
Alter verhinderte seine Wiederwahl. |
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Der erste Weltkrieg forderte, wie überall, so auch unter den zum Heeresdienst einberufenen Feuerwehrleuten seinen Tribut. 15 junge Männer konnten nicht mehr in die Reihen ihrer Kameraden zurückkehren.
Nachdem sich die Wehr durch den Beitritt junger Menschen wieder auf eine schlagkräftige Stärke gebracht hatte, wurde am 30. Juni 1921 das 50jährige Gründungsfest unter reger Beteiligung der Ortsbevölkerung und der umliegenden Wehren begangen. Dass in einer Gemeinschaft immer wieder fröhliche mit den ernsten Abschnitten wechseln, wird besonders in einer Vereinigung wie der Feuerwehr deutlich.
Durch spielende Kinder wurde 1931 in der Scheune des Nikolaus Keller ein Brand entfacht. Nur durch sofortigen Einsatz konnte der Schaden begrenzt werden.
Als 1939 der zweite Weltkrieg ausbrach, mussten sofort viele Mitglieder der Wehr zum Militärdienst einrücken, wodurch das Vereinsleben zum Erliegen kam. Als Niederschrift in den Büchern ist über diese Zeit auch nur zu lesen, dass Mitglieder, die aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen nicht zum Heeresdienst herangezogen werden konnten, zur Sammlung für das Winterhilfswerk eingeteilt wurden. Erwähnt muss hier noch werden, dass 1939 aus bis heute nicht geklärter Ursache in dreiwöchigen Abständen dreimal
Feuer im Dorf ausbrach, dem die Scheunen einiger Bauern rund um den Wiesgarten zum Opfer fielen. Nur dem Einsatz der Wehr aus Hammelburg, welche damals schon eine Motorspritze besaß, war es zu verdanken,
dass größerer Schaden verhindert werden konnte.
Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges wurde die Feuerwehr unter Bürgermeister Andreas Hart neu formiert.Selbst nach jahrelangem Dienst in der Wehrmacht und
teilweiser Gefangenschaft fanden sich spontan 30 Mann bereit, ihre Kraft erneut in den Dienst der
Allgemeinheit, diesmal für ihr Heimatdorf, zu stellen.
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Johann Sebastian Keller
Kommandant von 1924 - 1945 |
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1951 kaufte die Gemeinde die erste Motorspritze mit
dazugehöriger Ausrüstung. In der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg waren bereits weitere handbediente Saug- und Druckspritzen sowie eine fahrbare Leiter zur Ergänzung der Ausrüstung beschafft worden. Das Feuerwehrgerätehaus, welches sich bis dahin auf dem Kirchplatz befand, wurde abgebrochen und am Wiesgarten neu aufgebaut. In diesem Jahre wurde auch das 80jährige Gründungsfest im Vollmuthschen Garten an der Hammelburger Straße gefeiert.
Am 15. April 1971 brach in der Dorfmitte in der Scheune des Franz Kippes ein Brand aus. Es brannten drei Scheunen nieder. Durch den raschen Einsatz der Orts- und anderer Wehren konnten die sogenannten Herrenscheunen an der oberen Dorfstraße erhalten werden.
Am Pfingstfest des Jahres 1971 konnte die Freiwillige Feuerwehr Fuchsstadt ihr
100-jähriges Gründungsfestfeiern. Zu diesem Anlass wurde durch die Gemeinde unter Bürgermeister Alex Bayer ein neues Löschfahrzeug mit Ausrüstungsgegenständen beschafft. Nachdem die Gemeinde zu
dieser Zeit auch bereits übereine gute Wasserversorgungseinrichtung mit Löschweiher verfügte, konnte der örtliche Feuerschutz als gewährleistet betrachtet werden. Mit einem dreitägigen Fest wurde dieses Jubiläum würdig begangen.
In den Jahren 1972 - 1986 kam es noch zu einigen Zimmer-- und Wirtschaftsgebäudebränden sowie einem Mähdrescherbrand. Leider mussten dabei zwei Menschen ihr Leben lassen. Die Brände konnten aber dank des raschen Einsatzes der Feuerwehr und moderner Löschhilfen auf ihre Herde beschränkt werden. Es konnten große Flächenbrände verhindert werden.
1981 fand das 110jährige Gründungsfest statt. Durch die Mitwirkung aller Mitglieder und deren Ehefrauen
konnte ein viertägiges Fest abgehalten werden, das allen noch in guter Erinnerung ist.
Durch die Leistung vieler freiwilliger Stunden schuf sich die Feuerwehr im Jahre 1982 mit dem Ausbau des Dachgeschosses der ehemaligen Schule ein Vereinsheim. Bei geselligen Anlässen gibt es heute einen stimmungsvollen Rahmen ab, den niemand mehr missen möchte.
Der Wissensstand der Wehrmänner konnte in den letzten Jahren durch intensive Schulung in Leistungsgruppen immer wieder verbessert werden. Es stehen heute Gruppen mit Auszeichnungen für den höchsten Ausbildungsgrad zur Verfügung.
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Freiwillige Feuer 1981 |
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Die derzeitige Stärke der Wehr beträgt 90 aktive und 37 passive Mitglieder. Bei den Aktiven befindet sich eine Damen- und eine Jugendgruppe.
Diese Zeilen konnten nicht alle Aktivitäten der Feuerwehr herausstellen, hat sich doch der
Aufgabenbereich der Wehren im Laufe der Zeit erweitert und gewandelt. Neben
dem reinen Feuerschutz fallen heute noch andere Dienstleistungen, wie Hilfe bei Verkehrsunfällen, Sturmkatastrophen
und sonstige Einsätze, in den Aufgabenbereich der örtlichen Feuerwehren.
In diesem Rückblick nicht
erwähnt sind auch die vielen Löscharbeiten, die zu jeder Tages- und Nachtzeit benachbarten
Gemeinden gewährt wurden.
Ist auch seit 1985 die Feuerwehr aufgegliedert in die aktive Feuerwehr, welche der Gemeinde unterstellt ist, und den Feuerwehrverein, so lebt der gemeinsame Geist doch weiter. Man versteht es, unter Kommandant
Engelbert Lell mit seiner Vorstandschaft durch Einsatzbereitschaft und Pflege der kameradschaftlichen Bindungen in der Dorfgemeinschaft den Platz einzunehmen, der der Feuerwehr aufgrund ihrer langen und guten Tradition gebührt.
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Alexander Bayer
Bürgermeister
Kommandant von 1948-1956
Vorstand von 1956 - 1984 |
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Die Feuerwehr wurde seit der Zeit ihrer Gründung von folgenden Kommandanten geleitet: |
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1871 - 1873 |
Johann Lell |
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1873 - 1892 |
Johann Stöth |
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1892 - 1918 |
Adam Stockmann |
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1918 - 1924 |
Josef Volpert |
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1924 - 1945 |
Sebastian Keller |
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1945 - 1948 |
Johann Volpert |
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1948 - 1956 |
Alex Bayer |
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1956 - 1967 |
Alois Wolf |
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1967 - 1975 |
Johann Hart |
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1975 - |
Engelbert Lell |
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Eine Aktualisierung/Ergänzung von
Seiten der Vereine ist erwünscht.
Quelle: Fuchsstadt im Wandel der Zeit
1987 |
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